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Kaschmir Projekt (2)

Die Freude war gross, als die Kaschmir-Böcke Ende August 2020 gesund und munter im Sommerlager der Tuwa-Nomaden ankamen. Und genauso gross war die Freude und die Dankbarkeit, als die 31 Ziegenböcke feierlich an die Nomaden-Familien verteilt wurden. Es war eine lange Reise, welche nun endlich im Altai an ihr Ziel gelang. Einerseits die lange Reise mit dem LKW durch die halbe Mongolei, andererseits eine Reise, welche ihren Anfang vor mehr als einem Jahr nahm. Mit einer Idee: den Tuwa-Nomaden ein zusätzliches Einkommen durch hochwertige Kaschmir-Wolle und damit mehr Unabhängigkeit zu ermöglichen. Und dies im Einklang mit der Natur, sprich ohne die Überweidung weiter zu fördern (Mehr dazu hier). Dank liebevollen Menschen aus Europa, die eine Patenschaft für einen Ziegenbock übernommen haben, konnten nun wie geplant 31 Kaschmir-Böcke an die Tuwa-Nomaden übergeben werden. Es ging länger als ursprünglich gedacht. Weil der Frühling und der Sommer in der Heimatprovinz der Kaschmir-Böcke sehr trocken waren, sollten sie erst im Herbst abgeholt werden, damit sie gut bei Kräften wären.

Die Nomaden verabreden sich nie zu einer genauen Uhrzeit, weil sie nicht nach Minuteneinheiten denken und handeln. Eine lange Wegstrecke über die Steppe, egal ob mit Jeep, LKW oder Pferd birgt immer Überraschungen. Der Nomade Sazik fuhr am 20. August frühmorgens mit dem LKW aus dem Kharaganatal (Provinz Ölgi), Galtai aus Ulaanbaatar und der Bock-Züchter am 21. August zum abgemachten Treffpunkt zwischen Bayankhongor und Gobialtai. Die Freude war nach entbehrungsreicher und langer Fahrt von über 1000 km gross, als sie sich gefunden hatten.

Nach dem Verladen der Tiere auf 2 LKWs und kurzer Pause für die Tiere und Fahrer fuhr der kleine Treck in die Nacht hinein Richtung Nord-West – es lagen über 1000 km Wegstrecke vor ihnen.

Sie fuhren nachts, weil es dann kühler ist für die Tiere. Sie fuhren langsam und machten immer wieder Pause und liessen die Tiere weiden. 2 Fahrer wechselten sich ab. So erreichten sie alle wohlbehalten nach 2 Tagen Fahrt auf der Piste und über 1000 km das Sommerlager der Nomaden im Hohen Altai im Kharagana-Tal.

Die Böcke mussten dann noch für 10 Tage getrennt von den anderen Herden gehütet werden, damit die Jungen nicht zu früh zur Welt kommen, erst ab Ende Februar und März haben die frisch geboren Kraft genug um den Winter zu überleben.

Am 31. August war dann der grosse Tag und alle Nomaden waren schon sehr aufgeregt und freuten sich auf das «frische Blut». Die Ältesten beschlossen, dass die Bock-Verteilung an die Hirten über ein Los entschieden werden sollte. Jeder Bock bekam eine Nummer ans Horn und die Hirten durften ein Los ziehen. Es wurde  «schwiizerisch korrekt Buch geführt» und in akkuraten Buchstaben alles notiert. 

Galtai hat zu den Nomaden gesprochen und dann durfte sich jede Familie ihren Bock abholen.Die Freude war riesig bei den Nomaden und viele Familien kamen aus allen Richtungen. Alle brachten Milchprodukte und Gebäck mit. Milchtee wurde gekocht.

Eigenhändig hat Galtai zu Ehren und zum Dank an den Himmel, dass alle Tiere wohlbehalten bei den Nomaden angekommen sind, ein Schaf geschlachtet und seine Spezialität für alle gekocht: Fleisch in der Milchkanne mit heissen Steinen über offenem Feuer gegart. Es war ein Freudentag für die Nomaden und auch für die Tiere.

 

 

 

 

 

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